5.30Uhr. Der Wecker klingelt. Draußen ist es noch dunkel.

Noch etwas verschlafen machen uns auf den Weg zum Drehort.

Früher waren wir uns dem Fluss, geformt aus der unaufhaltsamen Abfolge von Wochentagen nicht bewusst. Zu leicht ist es, sich darin zu verlieren.

Heute wollen wir etwas erschaffen, dass diesen Strom überdauert, oder wenigstens für einen kurzen Moment seinen Verlauf ändert.

Dieser Gedanke folgt uns an diesem Morgen bis ans Set und verstummt erst in dem Moment, in dem der Satz: „Ruhe bitte, wir drehen.“ unsere uneingeschränkte Konzentration fordert.

Die Spannung in der Luft bevor die erste Klappe fällt ist fast greifbar. 

Hinter uns liegen viele Tage sorgfältiger Planung und im Hier und Jetzt führen alle Stricke zusammen.

Jede Person hat, genau wie wir, eine Aufgabe und trägt ihren Teil zum Ganzen bei. Um etwas zu erschaffen, das bleibt.

Wir konsumieren Medien jeden Tag. Wir scrollen nach unten, klicken uns zur nächsten Seite, laufen weiter ohne wirklich zu sehen. 

Das nächste Katzenvideo, die nächste gleich aussehende Werbung bei der wir nur durch das Logo am Ende verstehen, für welches Produkt eigentlich geworben wird. 

Wir nehmen diese Bilder zwar war, doch außer einem kurzen Endorphinausstoß der schnell verebbt, bleibt nichts.
Doch manchmal halten wir inne. Bleiben stehen. 

Aber warum?

Weil eine Verbindung zwischen Gesehenem und einem Gefühl entsteht. 

Weil wir uns mit den Bildern identifizieren können.

Das ist, was uns daran reizt. Geschichten, Menschen, Emotionen.

Als wir Nocturnal Visuals während unseres Studiums gegründet haben, mussten wir über unsere kreativen Ansprüche nicht sprechen.

Auch nicht darüber, dass wir als Filmproduktion mit uneingeschränkter Bereitschaft für das perfekte Bild immer Geschichten erzählen wollen, die andere begeistern. 

Uns ist wichtig daran zu arbeiten, Abläufe am Set und in der Produktion zu schaffen, die es dem gesamten Team und uns beiden als Partner ermöglichen, uns zu jeder Zeit auf die kreative Vision zu konzentrieren.

Damit die Strukturen in denen wir arbeiten, vor allem die Organisation der Projekte und die Kommunikation untereinander, so leicht und beinahe selbstverständlich sind, dass der Inhalt und das Endprodukt stets an erster Stelle stehen. 

Jetzt kennt ihr uns ein bißchen. Habt euch durch diesen Text ein erstes Bild gemacht. Wer wir so sind, was uns wichtig ist. Jetzt seid ihr dran. 

Wir wollen euch kennenlernen. Eure Leidenschaft, eure Ideen. Um gemeinsam neue Kapitel schreiben und eure Geschichten erzählen zu können, sodass sie gesehen werden.

 

Wir sind Nocturnal! Wer seid ihr?